Weder frei noch wild – zum Umgang der österreichischen Medien mit Rechtsrock

Schmetterlingssammlung, ein neues Blog mit sehr durchdachten und gut recherchierten Texten, entwirft eine ungemein treffende und lesenswerte Analyse zu dem immer noch aktuellen und inzwischen auch in Österreich breiter diskutierten Thema ‚Frei.Wild‘. Das wollte ich euch nicht vorenthalten!

schmetterlingssammlung

Seine Figur ist komplementär zum Vorwurf der Zensur konzipiert, als populäre Phantasmagorie ist der ‚Gutmensch‘ der Akteur gefühlter Repression. Aufgrund seiner nie spezifizierten Macht kann der Rassist nicht mehr ungestört sagen, ‚Neger‘ seien alle faul, der Antisemit fürchtet einen Ordnungsruf für seine Ansicht, dass Juden ’schachern‘ und selbst die Bemerkung, Homosexualität sei ‚widernatürlich‘, kann wegen der Gutmenschen nur im Untergrund kursieren. Zur Unterdrückung des allgemeinen Menschenrechts auf diskriminierende Sprache setzt der Gutmensch seine schwerste Waffe ein: die Kritik. Daher wird sein Wirken gerne mit dem Dritten Reich oder der DDR gleichgesetzt, die demzufolge äußerst kritikfreudig gewesen sein müssen.
(Volker Weiß in „Deutschlands Neue Rechte“ über den Begriff des „Gutmenschen“)

Mit ein paar Monaten Verspätung hat die Rechtsrock-Debatte nun Österreich erreicht. Während Frei.Wild (gerade) am 9. November noch unbehelligt im Wiener Gasometer spielen durften, wurde nun ein geplantes Konzert in Wels abgesagt. In Graz wird immerhin darüber diskutiert. Als kleinen Verweis…

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